Danke für die tollen Exkursionen und Tagungen – das war ganz große Klasse! Das bleibt in Erinnerung. Isabella

Pflegende in Ausbildung

Wer könnte besser über die Ausbildung am PBZ erzählen, als unsere Pflegenden in Ausbildung? Hier kommen sie zu Wort und berichten von ihren Praxiseinsätzen, dem Unterricht, dem Miteinander, über ihre persönliche Entwicklung und über Höhen und Tiefen im Lauf der drei Ausbildungsjahre.

Am Ende der drei Jahre befragen wir unsere Pflegenden in Ausbildung schriftlich zu ihren Erfahrungen, denn wir wollen daraus lernen, um besser zu werden. Hier einige Stimmen:

Über die Ausbildung insgesamt

Einen schöneren Platz für die generalistische Pflegeausbildung hätte ich mir nicht vorstellen können!

Fionna

Drei Jahre Ausbildung = einmal in den Biografie-Bogen des Menschen eintauchen. Ich durfte Krankheitsbilder und Umgangsmöglichkeiten mit diesen Phänomenen unter Berücksichtigung des individuellen Menschen kennen lernen. Kompetenz im Krisen- und Konfliktmanagement erleben. Das Gemeinschaftsleben genießen.

Lisa

Es gab Höhen und Tiefen, sehr anstrengende Zeiten und große Freudenmomente. Die Zeit beinhaltete viele Lernmöglichkeiten und Grenzerfahrungen und somit Potential zur Weiterentwicklung. Die Situation der Pflege ist z.T. sehr frustrierend. Man muss hinnehmen, dass Ideale nicht oder nur selten umsetzbar sind und akzeptieren, dass sie als Leitstern dienen.

Isabella

Ich kann am Ende der Ausbildung sagen, dass ich mich gut auf den Berufsalltag vorbereitet fühle.

Judith

Ich durfte wichtige Lebenserfahrungen sammeln

Das PBZ als „Team“ – am Anfang der Ausbildung wurden uns ganz selbstverständlich auch Hausmeister und Reinigungskraft vorgestellt. Auch die drei Damen in der Verwaltung (sehr hilfsbereit) gehören fest dazu.

Viele „Besonderheiten“ scheinen als selbstverständlich zu gelten …

Großes Interesse an der persönlichen Entwicklung der Schüler

Ich habe meine Entscheidung für diese Ausbildung noch keine Sekunde bereut! Sie ist eine große Bereicherung für mich, auch mit Bezug auf die guten Erfahrungen, die ich mit dem Kollegium des PBZ machen durfte! Vielen Dank!

Anna

Gemeinsam durch Hochs und Tiefs

Gemeinsame Projekte (Kunstprojekt, Sterbeseminar) und Unternehmungen (Abschlussfahrt)

Einblick bekommen in die unterschiedlichsten Lebensphasen des Menschen von der Geburt bis zum Sterben

Ann-Doreen

Es gibt Berufe, die lassen Seelen tanzen!“ Dieses Tanzen kann man hier lernen. Die Schule ist ein Ort voll wahrer Begegnungen und Liebe. Liebe zu den Menschen und dem Miteinander!

Hannah

Zu den Praxiseinsätzen in der Filderklinik und bei den externen Kooperationspartnern

Ich habe viele verschiedene Fachrichtungen kennengelernt. Das hilft, den eigenen Platz in der Pflege zu finden.

 Helena

Die Vielfalt ist bereichernd! Das Gelingen der Einsätze hängt oft vom Engagement der EinsatzbegleiterInnen ab. Sie sind sehr wichtig!

 Sandra

Förderlich war es, wenn die ersten Tage auf einer Station strukturiert ablaufen. Dass man jemanden hat – am besten PraxisanleiterIn oder EinsatzbegleiterIn – die/der einem den Stationsablauf zeigt. Anleitungen liefen bei mir in der Filderklinik meist gut, bestimmt auch wegen der guten Zusammenarbeit und dem Austausch zwischen PraxisanleiterInnen und PBZ. In den Außeneinsätzen ist das etwas schwieriger, man muss eher darum „kämpfen“, eine Bezugsperson zu haben. Durch die generalistische Ausbildung sieht man viele Bereiche.

 Sophia

Es war eine Herausforderung, jedoch im positiven Sinne. Geholfen hat mir eine gute Begleitung von Praxisanleitern in den Praxiseinsätzen. Bei Außeneinsätzen war es gut, wenn man jemand zweites aus dem Kurs dabei hatte, zu dem man eine gute Bindung hat, das war hilfreich in Krisensituationen. Gute Anleitung ist sehr wichtig!! Die Länge der Einsätze war gut.

 Sevcan

Die vielen Einsätze waren sehr inspirierend, in fast allen Einsätzen wurde ich super begleitet. Vor allem in der Filderklinik mit zusätzlichen Anleitern ist das optimal.

Christina

Der theoretische Unterricht

Die Gestaltung des Unterrichts ist methodisch überwiegend sehr abwechslungsreich. Das war sehr hilfreich für meine Motivation. Ich hätte mich über noch mehr Zeit für Selbststudium mit Arbeitsaufträgen gefreut.

 Sandra

Arzneimittellehre kam – finde ich – zu kurz. Es ist doch ein großer Aufgabenbereich der Pflege, der auch hohe Kompetenz erfordert. Insgesamt sehr vielfältig und unterschiedlich gestalteter Unterricht, das ist schön.

 Lisa

Nicht nur Anatomie oder Krankheitslehre, sondern ebenso wichtige Themen wie Kommunikation, Umgang mit Konflikten, Anthroposophie oder Kunst sind hier von großer Wichtigkeit. Grundlage für unsere Entwicklung!

Anna

Die Schultage waren durch ihre Länge (8.00 bis 17.15 Uhr) oft sehr anstrengend. Im Nachmittagsunterricht war es öfter schwierig, sich noch ausreichend konzentrieren zu können.

Fionna

Sehr förderlich war es, wenn praktische Erfahrungen in den Unterricht mit einflossen. Oder wenn Pflegende aus der Klinik unterrichten. So dass man sich ein echtes Bild machen kann. Das bleibt.

Sophia

Danke für die tollen Exkursionen und Tagungen (WALA, Weleda, Kongress mit Juchli, Dornach) das war ganz große Klasse! Das bleibt in Erinnerung.

Isabella

Was haben Sie im künstlerischen Unterricht gelernt?

Ich habe meine Talente und mich selbst kennen gelernt. Nun habe ich verstanden, was Joseph Beuys mit „Jeder Mensch ist ein Künstler“ gemeint hat. Die Heileurythmie hat mir durch schwierige Phasen geholfen, die Musik mich beflügelt, das Schauspiel hat mich geöffnet und das Malen/Zeichnen hat mich angeregt. Danke!

Lara

Dieser Unterricht macht aus jedem Schüler einen Künstler und lässt eine Gemeinschaft entstehen! Es ist ein sehr schöpferischer Unterricht! Das künstlerische Gestalten lehrt einen das Fingerspitzengefühl für die Pflege.

Hannah

Wahrnehmungsschulung

Sich auf etwas einzulassen, von dem man vorher noch nicht weiß, welches Ergebnis herauskommen wird.

Judith

Genaue Beobachtungsfähigkeit wurde vertieft, wohltuende Abwechslung zum theoretischen Unterricht!

Anna

Der Blick auf Wesentliches – Grundzüge erkennen, herausarbeiten.

N.N.

Ein sehr guter Ausgleich zur Theorie! Plastizieren, Malen, Zeichnen, Singen, Sprachgestaltung, freie Kunst – alles dabei. Die Kunstprojektwoche, die jeder Kurs einmal miterleben darf ist sehr bereichernd, persönlich und für die Schulgemeinschaft

Beate

Was war wichtig für meine persönliche Entwicklung?

Interesse und Neugier erhalten

eigene Grenzen überwinden

Selbstreflexion und Rückmeldungen durch andere

Freiraum um sich individuell zu entwickeln

Sandra

Die vielseitigen und unterschiedlichen Praxiseinsätze, auch außerhalb der Klinik

Fionna

Schwierige Situationen reflektieren, über eigene Grenzen hinausgehen, in konfliktbelasteten Situationen den Austausch suchen.

Christine

Die Außeneinsätze, das Sterbeseminar, Reflektion und Feedback z.B. von meinem Ausbildungsbegleiter.

Ann-Doreen

Am wichtigsten war der Wechsel zwischen Theorie und Praxis: Erlebtes in der Theorie wiederzufinden und die Theorie in der Praxis zu entdecken. Nur so prägten sich für mich die Inhalte ein. Deswegen kann ich mir keine rein akademische Ausbildung für diesen Beruf vorstellen.

Christina

Die „Bergwanderung“. (Ich habe Höhen und Tiefen gehabt). Die Einsatzvielfalt. Die Anthroposophie. Der künstlerische Unterricht (besonders Schauspiel). Der Kontakt mit Menschen, ob Klinik oder Klasse. Konflikte. Das „Sich-immer-wieder-vorstellen/einarbeiten-müssen“ Die Entfernung von der Heimat.

Lara

Die Verantwortung und Selbstständigkeit im Pflegeberuf, die hohen Anforderungen und moralischen Auseinandersetzungen!

Der Umgang mit Leid, Tod, Sterben und Geburt.

Immer wieder neu und fremd zu sein – sich integrieren zu müssen,

Einsätze oder Situationen durchzustehen, in denen man am liebsten fliehen möchte.

Isabella

Das immer wieder neue Einlassen auf unterschiedliche Situationen (Patienten, Angehörige, Team, räumliche Situation, Außeneinsätze). So musste man lernen, in jeder Situation einen individuellen eigenen Weg zu finden.

N.N.

Die Begleitung durch die PflegepädagogInnen / meine AusbildungsbegleiterIn

Es war eine wirkliche Begleitung durch die drei Jahre (von allen!)

Sandra

Offener Umgang, Respekt

Große Gesprächsbereitschaft

Sie wussten immer wo man gerade steht

Judith

Die freie Wahl des Ausbildungsbegleiters im 1. Jahr empfinde ich als sehr positiv, doch auch alle anderen Kollegen sind stets für uns da!

Anna

Ich konnte jederzeit zu allen Lehrern kommen, große Offenheit und ehrliches Interesse an uns Pflegenden in Ausbildung.

Christine

Ich bin mit der Begleitung sehr zufrieden. Um es mit Carl Rogers zu sagen: hier herrscht eine unglaubliche Kompetenz in Empathie, Echtheit und Wertschätzung. Danke!

Lisa

Ich hatte meinen Freiraum, wurde aber auch immer wieder daran erinnert, dass man an mich denkt.

Christina

Toll, dass es Ausbildungsbegleiter gibt! Gute Atmosphäre im Lehrerkollegium, das spürt man, es überträgt sich auf uns Pflegende in Ausbildung. Alle haben ein offenes Ohr für einen, es ist ein gutes Gefühl, einen Rückhalt zu haben

Isabella

Eine engagiertere Lehrerschaft gibt es glaube ich nicht. Auch bei komplizierten Gesprächen oder außergewöhnlichen Anliegen erlebe ich bis ins Sekretariat größte Offenheit, Hilfsbereitschaft und Sozialkompetenz!

N.N.

Wie geht es weiter? Fühlen Sie sich für den Pflegeberuf gut vorbereitet?

Ich glaube, in allen pflegerischen Handlungsfeldern braucht es jetzt eine gute Einarbeitung und eine gewisse Zeit, um sich fachlich einzufinden. Die Grundlagen sind aber in allen Bereichen gut angelegt und ich fühle mich überall einsatzfähig.

Helena

In pflegerischer Hinsicht fühle ich mich ziemlich gut ausgerüstet. Für die spezielle Pflege auf der Onkologie – mein künftiges Arbeitsfeld – muss ich mir noch spezielles theoretisches Wissen aneignen. Ich finde es gut, dass man nie auslernt.

Sevcan

Nach dieser Ausbildung spüre ich ganz gut, was ich mir zutrauen kann, was mir gut tut und in welchem Bereich ich mit Freude arbeiten kann (für mich erstmal die Neonatologie).

Sophia

Generell fühle ich mich in allen Einsatzgebieten einsatzfähig, Grundkenntnisse habe ich durch die Ausbildung erlangt, in der Praxis kommen die Details.

Kerstin

Ich weiß jetzt, wer ich bin, was ich kann und wohin ich will, weiß, dass ich ein gutes fachliches Wissen habe, das ich immer ausweiten und Neues lernen kann und muss. Meine Wahrnehmung hat sich sehr verändert und auch menschlich denke ich, dass ich sehr viel gelernt habe.

Andrea

Das Pflege-Bildungszentrum zeichnet besonders aus…

die generalistische Ausbildung

die tolle Atmosphäre

das große Engagement aller

Kunst und Bewegung als Unterrichtsfächer

durch den Freiraum, den sie lässt

Sandra

Den künstlerischen Unterricht, gemeinsame Ausflüge, besonderes Klima in unserer kleinen Schule, ein Ansprechpartner ist immer da, Fragen werden weiter geleitet und kompetent beantwortet, Rituale wie z.B. Patenkurse. 

N.N.

Die offene, respektvolle Art und Akzeptanz jedem gegenüber! Wohnheim und PBZ bilden wirklich eine kleine „Ersatzfamilie“.

Fionna

Die familiäre Atmosphäre ist geprägt von gegenseitiger Achtung, Respekt und dem Interesse am Anderen.

Christine

Der „weite Blick“ auf den Menschen allgemein

Die Wichtigkeit der eigenen Persönlichkeit, die man mit in den Beruf nimmt und wie man sie durch stetige Auseinandersetzung mit sich selbst entwickelt

Es kommt nicht auf Noten und Einzelbewertungen an, sondern auf den eigenen Weg den man geht

Judith

… dass sie einen freien Raum schafft für verschiedenste Gedanken und Einstellungen!

… die Offenheit und Gesprächsbereitschaft

… dass hier keine „Pflege-Maschinen“ ausgebildet werden. Stattdessen werden Menschen mit ihrer Individualität bei ihrem Gang durch die Ausbildung unterstützt und Persönlichkeitsentwicklung ermöglicht.

Isabella

Menschlichkeit

engagierte Lehrer

Individualisten, besondere Menschen, super Klassengemeinschaft

Horizonterweiterung durch Anthroposophie und Kompetenzentwicklung

Christina

Gemeinschaftliche, warme Atmosphäre

Geborgenheit und das Gefühl gut aufgehoben zu sein!

Man hat die Möglichkeit sich zu entfalten, wird auch der Mensch und die Persönlichkeit wahrgenommen und nicht nur die Leistung!

Ann-Doreen

Als ich vor einigen Jahren zum Bewerbungsgespräch ans Pflege-Bildungszentrum – damals noch „Freie Krankenpflegeschule“ – geladen wurde, wusste ich noch nichts von der Besonderheit dieser Ausbildung. Ich hatte mich an verschiedenen Kliniken zur Pflegeausbildung beworben – teilweise mit der Option eines ausbildungsintegrierten Studiums. Auch dort wurde ich teilweise zum Gespräch geladen. Der erste Termin war allerdings in Filderstadt. Und danach wusste ich sofort: hier bin ich richtig. Komisch eigentlich. Die anderen Termine ließ ich sausen. Wenn ich heute daran denke, was ich mir damals eingebildet habe, wie besonders die Ausbildung wäre, könnte ich meine Naivität belächeln. Ich kannte die Ausbildung überhaupt nicht. Wusste nicht, was mich die nächsten drei Jahre erwartete. Die Filderklinik war mir durch ein Pflegepraktikum bekannt, die Schule war mir kaum ein Begriff.

Die Ausbildung übertraf aber sogar das vorher Erwartete deutlich. Die drei Jahre der staatlich anerkannten und vor allem staatlich gewollten Modellausbildung der generalistischen Pflegeausbildung am Pflege-Bildungszentrum sind ein Kennenlernen von Leben. Nicht nur des professionell pflegerischen Verhaltens mit Menschen aller Altersgruppen – sondern auch ein Kennenlernen des eigenen schlichten Lebens. Ohne schon an seine eigenen Grenzen gekommen zu sein, ist es denkbar schwer, Menschen an ihren eigenen Grenzen versorgen zu können. Ohne ein Verständnis und eine Sinnhaftigkeit für den eigenen Lebenslauf zu entwickeln, kann ein nachhaltiges Interesse an der Biografie der Patienten kaum fruchten. Die verschiedenen Ausbildungsorte zwischen Freiburg und Berlin und das damit einhergehende immer neue „Wiederdraufeinlassen“, bieten nicht zuletzt echte Erfahrungen mit verschiedenen Teams zu arbeiten – und wie großartig verschieden die unzähligen Tätigkeitsfelder nach der Ausbildung sein können. Wie groß die Möglichkeiten, der eigenen Kreativität Freiheit zu geben.

Ein wichtiger Kernpunkt der Ausbildung ist die Anthroposophische Pflege, für die – bei Interesse des Auszubildenden – durch ein bisschen Eigeninitiative sogar während der Ausbildung der Grundkurs erlangt werden kann. Die Anthroposophische Pflege verleiht dem Pflegenden eine Vielzahl an „Werkzeugen“, die anderen Pflegenden (erlebbar in hochmodernen rein schulmedizinischen Häusern) vorenthalten sind. Dabei ist es so wichtig zu wissen, dass die Anthroposophische Pflege nicht alternativ, eher integrativ ist, eine Pflege, die den Menschen tatsächlich in den Mittelpunkt stellt und schaut, was der Patient oder Bewohner gerade braucht. Gut, dass wir damit all die unterschiedlichen Fähigkeiten gemeinsam mit der sogenannten Schulmedizin nutzen können.

Meine dreijährige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger, in der das ganze Leben des Menschen einbezogen wird (Pflege vom Säugling bis zum Alten) bot viele Erfahrungen, die so sinnvoll für die Menschenpflege sind. Durch die künstlerischen Fächer werden Impulse gesetzt, sich mit verschiedenen Themen kreativ auseinanderzusetzen. In der Betreuung durch die Lehrer und Dozenten habe ich stets eine Energie gespürt, die einem hilft, sich vertrauensvoll den Aufgaben zu stellen. Eine persönliche, selbst wählbare Mentorenbetreuung stärkt dieses Gefühl.

Ich habe in meinem obigen Text vieles unterschlagen, was wirklich besonders war an der Zeit meiner Ausbildung am PBZ. Unterschlagen wie großartig das Wohnen mit den Kollegen im Wohnheim war, unterschlagen, dass der praktischen Ausbildung der Auszubildenden – also die Ausbildung durch die Praxisanleiter auf den Stationen der Filderklinik wesentlich mehr Zeit in 1:1-Betreuung gegeben wird, als es an anderen Häusern erlebbar war. Was ich allerdings nicht unterschlagen möchte ist die große Besonderheit des Pflege-Bildungszentrums: Die generalistische Pflegeausbildung ist einzigartig. Im politischen Deutschland wird teilweise wirr um die Zukunft der Pflege gestritten. Dabei mischen Menschen mit, die selbst keine Pflegenden sind, Politiker, die glauben, es gäbe derzeit keinen großen Handlungsbedarf für die Situation der Pflege in Deutschland. Und dem gegenüber stehen unzählige Menschen, die für eine generalisierte Pflegeausbildung kämpfen. Als ein Vorzeigeprojekt steht kein geringeres als das Pflege- Bildungszentrum da. Das Curriculum der generalistischen Ausbildung im Pflege- Bildungszentrum ist heute hochmodern und aktuell. Politiker verschiedener Parteien besuchen die Ausbildungsstätte, um sich von deren Innovationsfreude zu überzeugen. Dabei ist nicht zu vergessen, dass die Freie Krankenpflegeschule, wie sie früher hieß, schon 2007 generalistisch ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger/innen ausgebildet hat.

Es braucht für eine gute Zukunft der Pflege in Deutschland Menschen, die sich einsetzen für eine lebendige Pflege. Von einem guten Freund stammt das Zitat: „Pflege ist Leben“. Was das bedeutet kann man am Pflege-Bildungszentrum lernen.

Nathanael Dreißig

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